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Was man über Remote-Desktop-Verbindungen wissen sollte

von veröffentlicht am2. April 2005, 15:09 Uhr Kurzlink und Zitatlink einblenden
Kategorie Kategorie: Terminal Server   Translate with Google Translate Translate EN   Die angezeigte Seite drucken

Wer hat es noch nicht verwendet, dieses kleine hilfreiche Tool, mit dem man sich auf Terminal Server verbinden kann, oder auf andere Windows XP Rechner, die “ Remote Desktop Verbindung“. Von der Commandline oder im „Ausführen Menü“ ruft man es mit “ mstsc “ auf. Noch den Rechnernamen oder die IP eingeben, und schon kann man sich fast wie auf der Console einloggen.

Fast? … ja, fast!

Der eine oder andere wird schon mal festgestellt haben, dass eine Software Installation über die Remote Desktop Verbindung fehl schlägt und hat sich gefragt wo denn der Unterschied zur physikalischen Console ist. Kaum einer weiß anscheinend, dass mstsc einige Parameter hat , die man übergeben kann. Diese möchte ich hier kurz vorstellen.

Parameter

/ console

Mit diesem Parameter sage ich, dass ich mich auf die Consolen Session des Servers verbinden möchte. Das ist die Session, dich ich auch bekomme, wenn ich physikalischen Zugriff auf die Maschine habe. Dafür benötige ich jedoch Administrator Rechte auf dem System, auf das ich mich verbinde! Das funktioniert aber nur, wenn ich mich auf ein Windows 2003 Serversystem oder Windows XP verbinde.

Beispiel: mstsc / console

/f

Damit wird die Session im full-screen Mode gestartet und wird im Normalfall verwendet

Beispiel: mstsc /f

/ w: Breite / h: Höhe

Alternativ kann ich mit diesen Parametern meine bevorzugte Fenstergrösse definieren

Beispiel: mstsc /w:1024 /h:786

/ v: server [:Ports]

Damit gebe ich den Server an, mit dem ich mich verbinden will. Optional kann ich auch einen Port mit übergeben

Bespiel: mstsc /v:sbs.unterwegs-im.net:44356 oder mstsc /v:sbs.unterwegs-im.net

Connectionfile

. rdp – Files ( Remote Desktop Connection Configuration Files) werden versteckt für jeden Benutzer unter „My Documents “ oder „eigene Dateien“ gespeichert.

Beispiel: mstsc „My Documents / default.rdp „

Dies einzelnen Parameter kann man auch gut miteinander kombinieren.

Beispiel: mstsc /v:sbs.unterwegs-im.net / console /w:1024 /h:786

/ edit: Connectionfile

Damit kann man die angegebene . rdp Datei bearbeiten und die bevorzugten Einstellungen speichern 😉

Beispiel: mstsc / edit:“My Documents / default.rdp „

 

Das Default.rdp kann man sich allerdings auch mit dem notepad anschauen und editieren.

Option

Beschreibung

Screen mode id:i:1

Dieser Wert bestimmt ob die Remoteverbindung in einer bestimmten Auflösung, oder als Vollbild gestartet wird.
1: Vorgegebene Auflösung
2: Vollbildmodus

desktopwidth:i:1024

Breite des Remote Desktops, wobei auch andere Werte als die Standard-Werte (640, 600, 1024) zugelassen sind

desktopheight:i: 768

Höhe des Remote Desktops, wobei auch andere Werte als die Standard-Werte (480, 600, 768) zugelassen sind

session bpp:i: 16

Bestimmt die Farbtiefe in Bits, mögliche Werte sind:
8, 15, 16, 24

winposstr:s: 0,3,0,0,800,600

Bestimmt die Position und die Grösse des Clientfensters:
Werte 3 und 4 definieren die Position der linken oberen Ecke
Werte 5 und 6 die rechte untere

full address:s: sbs.unterwegs-im.net

Adresse des Remote Systems, wobei die Adresse der DNS Name, oder die IP-Adresse sein kann

compression:i: 1

Ist der Wert, der die bestimmt, ob Daten komprimiert zum Client gesendet werden:

0: Compression ist aus

1: Compression ist an

keyboardhook:i: 2

Dieser Wert gibt an, wo die Windows-Tastatureingaben erfolgen:
0: Auf dem lokalem System
1: Auf dem Remote System
2: Nur im Vollbildmodus anwenden

audiomode:i:0

Wie werden Sound abgespielt:
0: Auf dem lokalem System

1: Nicht wiedergeben

2: Auf dem Remote System

redirectdrives: i: 0

redirectprinters:i: 1

redirectcomports: i: 0

redirectsmartcards:i:1

Diese Werte geben an, ob lokale Laufwerke, Drucker, serielle Anschlüsse und Smartcards automatisch eine Verbindung zum zur Session auf dem Remote Computer herstellen
0: Nein
1: Ja

displayconnectionbar:i:1

Dieser Wert bestimmt, ob die Verbindungsleiste im Vollbildmode angezeigt wird:
0: Nein

1: Ja

autoreconnection enabled:i:1

Ob eine Verbindung automatisch wieder hergestellt wird, falls sie getrennt wurde, definiert dieser Wert:

0: Nein

1: Ja

Username:s:Carola

Benutzername halt 😉

domain:s:SECTOOR

Domänen-Name oder Computer-Name des Remote Systems

alternate shell:s :

Wenn man ein Programm bei der Verbindung starten will, kann man das dort mit dem komplettem Pfad angeben

shell working directory:s :

Gibt für das mit dem obigem Parameter gestartetem Programm das Arbeitsverzeichnis an

disable wallpaper:i: 1

disable full window drag:i: 1

disable menu anims:i: 1

disable themes:i: 0

disable cursor setting:i:0

Optionen die zur Optimierung der Netzwerkleistung deaktiviert werden können. Das betrifft den Desktophintergrund, das Anzeigen des Fensterinhalts beim Ziehen, Menü und Fenster Animationen, Designs und die Bitmapzwischenspeicherung
0: zulassen der Option

1: Deaktivieren der Option

bitmapcachepersistenable:i:1

Dieser Wert bestimmt, ob zwischengespeicherte Bitmaps persistent , also auf der lokalen Festplatte gelagert werden. Somit können diese bei der nächsten Sitzung wieder verwendet werden.

0: Nein

1: Ja

auto connect:i :

Automatische Anmeldung des Benutzers:

0: Nein

1: Ja

connect to console:i :

Wert bestimmt, ob eine Konsolen Sitzung, oder eine Benutzer Sitzung geöffnet wird. Diese Zeile wird nicht automatisch im . rdp File gespeichert und muss bei Bedarf nachgetragen werden.

0: Benutzersitzung ( default )

1: Konsolensitzung

/ migrate

Ältere Verbindungsdateien, die zB mit dem Client Connection Manager erstellt wurden, werden migriert

Beispiel: mstsc.exe / migrate

/?

Zeigt ein interessantes Hilfe-Menü 😉

Beispiel: mstsc.exe /?

Weitere wichtige Informationen

Doch es gibt auch anderes, das man bei einer RDC Connection wissen sollte, z.B. welche Ports werden verwendet?

Remote Desktop Verbindung (mstsc.exe) verwendet einen einzelnen TCP Port für ein- und ausgehende Verbindungen. Port 3389, der auf dem Zielhost vom “ Generic Host Process for Win32 Services“ (svchost.exe) angenommen wird.

Bei Breitband Verbindungen werden auch die UDP Ports 1024-4900 verwendet. Diese werden vom „RDP Clip Monitor“ (rdpclip.exe) benötigt. Rdclip.exe ist ermöglicht es, zwischen Remote Desktop-Session und lokaler Desktop-Session Dateien und Ordner per Copy und Paste zu kopieren.

Tastenkombinationen

Über die weiter oben schon mal erwähnte Option für die Anwendung der Windows-Tastenkombinationen, kann eine klare Zuordnung der Zielgeräte für diese vorgegeben werden. Um Kollisionen zu vermeiden können die Sitzungen innerhalb einer Remote Desktop Verbindung dabei mit eigenen Tastatur Kombinationen gesteuert werden.

Tastenkombination

Remote System

Tastenkombination Lokales System

Beschreibung

Alt + Bild hoch

Alt + TAB

Programmwechsel von links nach rechts aus dem Dialogfeld

Alt + Bild runter

Alt + Shift + TAB

Programmwechsel von rechts nach links aus dem Dialogfeld

Alt + Einfügen

Alt + Esc

Wechselt zum nächsten Programm in der Reihenfolge, wie sie gestartet wurden

Alt + Pos1

Windowstaste

Zeigt das Startmenü

Ctrl + Alt + Pause

Wechselt zwischen Vollbild- und Fenstermode des Remote Desktops

Ctrl + Alt + Ende

Ctrl + Alt + Entfernen

Öffnet die Sicherheitseinstellungen

Alt + Entfernen

Alt – Leertaste

Zeigt das Windowsmenü

Ctrl + Alt + Minus (-)

Alt + Druck

Kopiert ein Fenster in die Zwischenablage (des jeweiligen Systems). Auf dem Terminal Server darf jedoch nur das Minus vom numerischen Block verwendet werden.

Ctrl + Alt + Plus (+)

Druck

Kopiert den gesamten Desktop in die Zwischenablage (des jeweiligen Systems). Auf dem Terminal Server darf jedoch nur das Plus vom numerischen Block verwendet werden.

© by http://unterwegs-im.net/, Carola ‚Cat‘ Helfert 2005

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