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Altaro Hyper-V Backup (Beta)

von veröffentlicht am9. Mai 2011, 06:30 Uhr Kurzlink und Zitatlink einblenden
Kategorie Kategorie: Datensicherung, Tools, Virtualisierung, Windows Server 2008 R2   Translate with Google Translate Translate EN   Die angezeigte Seite drucken

AB-Host-Backup-runningDer Software-Hersteller Altaro, bekannt durch sein Client-Backup- und Versionierungsprogramm “Oops!Backup”, entwickelt derzeit ein Recovery-Werkzeug für virtuelle Umgebungen unter Hyper-V. Die Software mit dem Namen “Altaro Hyper-V Backup” ist gerade in die Beta-Phase gegangen. Wir hatten vorab Gelegenheit, uns eine Alpha-Version anzusehen.

Update: Wie wir gerade vom Hersteller hören, ist die Beta-Phase nun gestartet worden. Näheres unter:

[Altaro Hyper-V Backup Beta]
http://www.altaro.com/hyper-v-backup/

Hyper-V Backup arbeitet mit VSS-Snapshots. Es integriert sich mit der VSS-Schnittstelle des Hyper-V-Hosts, um die virtuellen Maschinen für das Backup in einen konsistenten Zustand zu bringen. Diese Standardfunktion des Betriebssystems weist die VMs an, ihre Schreibzugriffe kurz einzustellen, damit Windows einen Snapshot des beteiligten Datenträgers erzeugen kann. Diesen Snapshot sichert die Software dann. Dabei arbeitet Hyper-V Backup mit plattenbasierten Sicherungen, wobei es parallel zwei Sicherungslaufwerke einbinden kann, auf die es optional abwechselnd schreibt.

Auf Grundlage der Backups kann man eine gesicherte VM wiederherstellen, um sie nahtlos weiter zu betreiben. Alternativ ist es möglich, die VM an einem anderen Speicherort zu restaurieren, um auf dieser Grundlage eine Kopie der virtuellen Maschine zu erzeugen. In diesem Fall bietet die Software an, die VM offline zu starten, damit der Administrator ihr eine neue Netzwerkkonfiguration geben kann.

Der Clou der Backupsoftware besteht in der “Reverse Delta”-Technik, die Altaro auch in seinen anderen Produkten einsetzt. Dieser Ansatz speichert immer nur die Veränderungen gegenüber dem letzten Backup, allerdings in “umgekehrter Reihenfolge”: Die jeweils letzte Sicherung ist immer die vollständige Datei. Die älteren Versionen werden dann so umgearbeitet, dass in ihnen nur die Abweichungen zum jeweils nachfolgenden Stand abgelegt sind. Das ist ein grundlegender Unterschied zu herkömmlichen “inkrementellen” Sicherungen, denn diese legen einmal eine Vollsicherung ab und fügen danach die Änderungen neuer Fassungen hinzu. Auf diese Weise ist bei der traditionellen Technik immer nur die älteste Fassung vollständig, während der aktuelle Stand aus mehreren Teilen zusammengefügt wird. Da Altaro den umgekehrten Weg geht, ist das Restore des jeweils aktuellsten Standes am schnellsten und mit dem geringsten Risiko behaftet.

Hier einige Eindrücke der Alpha-Version.

AB-Host-Backup-running

Laufendes Backup: Die Software sichert eine einzelne VM. Natürlich kann sie auch mehrere virtuelle Maschinen sichern, aber der Einfachheit halber ist es hier nur eine. Das Sicherungsziel ist ein Ordner auf einer Festplatte. Hier kann man externe Platten, interne Datenträger oder auch Netzwerk-Speicherpfade angeben.

AB-Client-Event-Snapshot

Snapshot in der VM: Innerhalb der VM, die gesichert wird, kann man den VSS-Dienst in Aktion sehen, der für den konsistenten Snapshot sorgt. Natürlich läuft die VM während dieser Aktion unbeeindruckt weiter, nur im exakten Moment des Snapshots setzt sie ihre Schreibaktivitäten kurz aus.

In der Konsole der Software kann die Administratorin steuern, wie VSS den Snapshot erzeugt. Dabei gibt es die Auswahl “VSS Full” und “VSS Copy”. Die “Full”-Option weist dabei den VSS-Dienst an, die Backup-Historie der VM zu erweitern und die Backup-Schnittstelle der beteiligten Programme zu informieren. Dadurch würde dann etwa eine Datenbank ihre Log-Dateien aufräumen. In der zweiten Variante “Copy” erzeugt VSS nur einen weiteren Snapshot, ohne diesen mit den Applikationen zu integrieren. Diese Option ist dann sinnvoll, wenn zusätzlich zu Altaro Hyper-V Backup eine weitere Sicherungssoftware eingesetzt wird, die die Ansprache der Applikationen übernehmen soll. In solch einem Szenario stellt Hyper-V Backup nur die zweite Backup-Ebene dar und erzeugt Backup-Kopien, ohne das Sicherungsverfahren der anderen Anwendung zu beeinträchtigen.

AB-Client-Event-VSS-beendet

Snapshot beendet: Auch das Ende des Snapshot-Vorgangs findet sich im Eventlog der VM.

AB-Host-Dateistruktur

Dateistruktur: Das Programm legt seine Daten in einer eigenen Dateistruktur ab. Der Ordner “Latest” enthält immer die letzte, vollständige Sicherung. Ältere Varianten sind als “Reverse Delta” in separaten Ordnern abgelegt.

AB-Restore

Restore-Auswahl: Sobald es mehr als ein Backup einer VM gibt, kann man beim Restore auswählen, welches man wiederherstellen möchte. Zudem kann die Administratorin angeben, ob sie eine fehlerhafte VM ersetzen oder das Restore als Basis für einen “Klon” nutzen möchte.

AB-Restore-Konsole

Wiederherstellung läuft: Die Konsole gibt Auskunft über den Vorgang, der aber im Hintergrund abläuft und die Arbeit des Hosts nicht weiter beeinträchtigt.

AB-Backup History

Historie: Die Reporting-Funktion der Software ist in der Alpha-Version noch sehr eingeschränkt. Hier werden sich künftig wahrscheinlich weitere nützliche Berichte finden.

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