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OCS R2 Outside Voice Control – Teil 1: Einführung

von veröffentlicht am7. August 2009, 07:58 Uhr Kurzlink und Zitatlink einblenden
Kategorie Kategorie: Lync   Translate with Google Translate Translate EN   Die angezeigte Seite drucken
Zuletzt aktualisiert: 19. August 2009

Outside Voice Control, Single Number Reach, Call via Office / via Work oder „Über Arbeitsplatz anrufen…“ – Was steckt dahinter?

Zunächst ist mit jedem dieser Begriffe dasselbe gemeint. Nämlich eine neue Funktion oder besser Option, die mit dem Release 2 des Microsoft Office Communications Server 2007 eingeführt wurde.

In der R2-Version des Communicator Mobile 2007, kurz CoMo – hier im Chat mit meinem virtuellen Kollegen Tom 🙂

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(*erstellt mit MyMobiler)

finden sich neue Telefonfunktionen, die sich dem Anwender erst auf den zweiten Blick erschließen. Das liegt vor allem daran, dass deren Aktivierung erst nach erfolgreicher Anmeldung am OCS 2007 R2 System des Unternehmens erfolgt. Eine dieser Funktionen wird in der deutschen Version „Über Arbeitsplatz anrufen…“ bezeichnet. Um sie nutzen zu können, muss der Anwender seine Mobilfunknummer in der Konfiguration des CoMo R2 hinterlegen. Dies kann auch einfach die Nummer sein, die ihm aktuell zur Verfügung steht (bspw. das Hotel-Telefon im Ausland):

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Danach kann er wie gewohnt seine Handytelefonate führen oder wenn erwünscht die neue Option „Über Arbeitsplatz anrufen…“ einsetzen. Diese ist sowohl im Communicator Mobile, als auch in der vertrauten Kontaktliste von Windows Mobile verfügbar.

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Aus Anwendersicht bestehen zur vertrauten Handynutzung zwei wesentliche Unterschiede.

Erstens: bei diesen Anrufen erfährt der gewünschte Gesprächspartner nicht die Handynummer, sondern es wird die geschäftliche Festnetznummer des Anrufers angezeigt.

Zweitens: der Nutzer fordert das Kommunikationssystem des Unternehmens (OCS 2007 R2) an, das gewünschte Gespräch zu vermitteln. OCS 2007 R2 ruft den Anwender also in seinem Auftrag unter der angegebenen Handynummer zurück und verbindet ihn bei Annahme zum eigentlichen Ziel.

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In Kombination mit den Anrufweiterleitungsmöglichkeiten des Communicators & Office Communications Server 2007 R2 kann bei konsequenter Nutzung das Handy zum einzigen Endgerät für die Unternehmens – Telefonie werden.

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Besonders in kommunikationsintensiven mobilen Arbeitsbereichen wie dem Vertrieb ist dies faktisch bereits Realität. Jedoch kommt die Integration dieser Handynutzer in die Unternehmens-IT oft zu kurz. Durch die Verwendung von Presence, Instant Messaging, „Über Arbeitsplatz anrufen…“ und Exchange Server 2007 Unified Messaging ändert sich das. Hiermit gelingt es den Anwendern, die vorwiegend auf Handys angewiesen sind identische Komfortfunktionen zu bieten, wie den Kollegen die permanent im Büro mit einem Festnetztelefon arbeiten.

Das Outlook Email Postfach kann nun auch für diese Anwender zum einzigen Anrufbeantworter (Voicemailsystem) werden. Nach Abschaltung des AB’s des Handyproviders übernimmt Exchange 2007 diese Funktion auch dann, wenn der Anruf auf das Festnetz an das Mobiltelefon weitergeleitet wurde und dort keine Annahme oder eine Abweisung erfolgt.

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Dank der bewährten Exchange Active Sync / Pushmail Technologie entgeht auch dem mobilsten Mitarbeiter kein Kontaktversuch mehr. Und der Anrufer freut sich über die schnelle Rückmeldung.

Bei geeigneter Wahl der Vertragskonditionen für die Unternehmenshandys kann eine stark kostenoptimierte Mobilfunknutzung eingeführt werden. Vorausgesetzt die Anrufe vom Festnetzanschluss des Unternehmens zu den Firmenhandys erfolgen im Rahmen einer Flatrate lassen sich durch die Funktion „Über Arbeitsplatz anrufen…“ die Kosten für Handytelefonie senken. Diese Lösung stellt zu mobilen VoIP-Clients wie bspw. Skype Mobile eine erstzunehmende Alternative für Unternehmen dar. Während die Nutzung vom VoIP über die Datenleitung der Provider oft vertraglich untersagt oder gar technisch blockiert wird, kollidiert die Microsoft Lösung nicht mit den Verträgen und der Technik der Provider. Bei der Sprachqualität müssen auch keine Kompromisse eingegangen werden, da diese eben nicht über die GPRS / UMTS oder HSDPA Leitung erfolgt, sondern wie gewohnt über die Mobilfunknetze.

Im nächsten Beitrag „OCS R2 Outside Voice Control – Teil 2: Im Detail„; erläutere ich was technisch „hinter den Kulissen“ genau passiert, wenn man über den Arbeitsplatz anruft …

Über den Autor:

Jan Boguslawski ist Consultant bei der ITaCS GmbH. Als Spezialist für die Microsofts Unified Communications und Messaging Lösungen liegt sein technischer Focus auf Office Communications Server & Exchange Server, inklusive deren Integration in Telekommunikationssysteme.

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