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Windows Server Core: Windows (fast) ohne Fenster

von veröffentlicht am1. Mai 2007, 15:51 Uhr Kurzlink und Zitatlink einblenden
Kategorie Kategorie: Windows, Windows Server 2008   Translate with Google Translate Translate EN   Die angezeigte Seite drucken

Vorabversionen von Windows Server 2008 sind jetzt allgemein verfügbar. Neben vielen interessanten Features rückt damit auch eine neue Windows-Variante in den Blickpunkt: Windows Server Core, ein Windows-Server, der auf das Allernötigste abgespeckt ist. Server Core ist kein separates Produkt, sondern eine Installationsvariante, die mit jeder erhältlichen Edition von Windows Server 2008 eingerichtet werden kann.

Server Core eignet sich nur für wenige spezielle Serverrollen, die insbesondere in Außenstellen interessant sein können: Dateiserver, Druckserver, Anmelde- und Infrastrukturdienste sowie einige Kleinigkeiten mehr. Einen Überblick über das neue Server-Windows im Allgemeinen sowie über Server Core im Speziellen bietet mein iX-Artikel aus der Mai-Ausgabe 2007, der auch vollständig online verfügbar ist (http://www.heise.de/ix/artikel/2007/05/106/). Aktuelle Korrektur dazu: Seit der Beta 3 (und damit wohl auch im Endprodukt) sind auch Druckdienste möglich.

Hier einige Hinweise zum Umgang mit Server Core.

Server Core und VMware

Achtung: Im Unterschied zum „richtigen“ Longhorn Server installiert Core (zumindest in allen mir bekannten Beta-Builds) die VMware-Netzwerkkarte nicht selbst. Dazu muss man erst die VMware Tools installieren (was entgegen meiner ursprünglichen Vermutung durchaus geht; man muss das MSI aber manuell aufrufen: msiexec /i "D:\VMware Tools.msi"). Vorsicht dabei: "Custom" wählen und den SVGA-Treiber abwählen – der startet danach nämlich mit zu kleiner Auflösung, die man mangels GUI nicht recht rekonfiguriert bekommt. Der mitgelieferte Longhorn-Treiber hingegen hat eine passende Auflösung.

Update Spätsommer 2007: In aktuellen Builds (Post-Beta-3) und VMware Workstation 6 wird die (emulierte Intel-) Netzwerkkarte vom Betriebssystem anstandslos erkannt und eingebunden. Die VMware Tools sind also nicht mehr zwingend notwendig. Für die Mauszeigerintegration und den direkten Dateiaustausch sind die Tools aber dennoch sinnvoll. Dafür gibt es jetzt ein neues Problem: Während des Tool-Setup werden ein paar DLLs nicht gefunden. Da Server Core nur einen sehr abgespeckten Fenstermanager ohne Windows-Explorer hat, werden die Warnfenster dafür aber nicht im Vordergrund angezeigt – das Setup-Programm scheint einfach stillzustehen. Hier hilft Alt-Tab, um die Warnungen in den Vordergrund holen und bestätigen zu können. Das Ganze ein paar Mal, dann geht die Installation weiter.

Zweites CMD-Fenster öffnen

start cmd /separate

Netzwerkadapter anzeigen

netsh interface ipv4 show interface

IP-Adresse setzen

netsh interface ipv4 set address "Local Area Connection" static 192.168.217.102 255.255.255.0 192.168.217.1

DNS-Server eintragen

netsh interface ipv4 set dnsserver "Local Area Connection" static 192.168.217.102 primary

WINS-Server eintragen

netsh interface ipv4 set winsserver "Local Area Connection" static 192.168.217.102

DHCP einschalten

netsh interface ipv4 set address "Local Area Connection" dhcp
netsh interface ipv4 set dnsserver "Local Area Connection" dhcp
netsh interface ipv4 set winsserver "Local Area Connection" dhcp
(Man beachte in diesem Zusammenhang das hübsche Lease-Datum im Screenshot &)

Computer umbenennen

netdom renamecomputer ALTERNAME /newname:NEUERNAME

–> danach neu starten – oder gleich:

netdom renamecomputer ALTERNAME /newname:NEUERNAME /force /reboot:ZahlSekunden

Computer neu starten

shutdown -r

Computer in Domäne aufnehmen

netdom join COMPUTERNAME /domain:DOMAIN /userd:BENUTZER /passwordd:*

–> danach neu starten

Server aktivieren

cscript %systemroot%\system32\SLmgr.vbs -ato

Mehr dazu

Server Core Teamblog: http://blogs.technet.com/server_core/

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