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Das Offline-Adressbuch (Teil 1)

von veröffentlicht am12. Oktober 2005, 14:51 Uhr Kurzlink und Zitatlink einblenden
Kategorie Kategorie: Exchange, Outlook   Translate with Google Translate Translate EN   Die angezeigte Seite drucken

Outlook 2003 im Caching Mode verwendet das Offline-Adressbuch. Aber wie funktioniert das eigentlich genau?

Das Offline-Adressbuch wird aus einer Globalen Adressliste erstellt. Diese ist eine LDAP-Abfrage auf den Globalen Katalog des Active Directory. Mithilfe der Globalen Adressliste können verschiedene Attribute von Usern, Emailaktivierten Gruppen, öffentlichen Ordnern und Abfragebasierten Verteilerlisten in Outlook dargestellt werden. Bei jedem Hinzufügen von Benutzern aus dem Adressbuch entsteht so eine LDAP-Anfrage. Die verwendung des Offline-Adressbuches vermindert diese Abfragen ganz erheblich, da nur noch der Server die vom Administrator erstellten Adresslisten generiert und komprimiert im Systemordner ablegt. Verantwortlich für die Erstellung der Offline-Adresslisten ist der Microsoft Exchange System Attendant, der sich hierzu der Funktionen der Oabgen.dll bedient.

Die Systemordner sind zu finden im ESM unter Administrative Gruppen, "Name der Administrativen Gruppe", Ordner, Öffentliche Ordner, OFFLINE ADDRESS BOOK. Beim Erweitern dieses Ordners fällt auf, dass verschiedene Versionen des Offline-Adressbuches vorhanden sind: 2 und 3a. Version 3 wird bevorzugt von Outlook 2003 heruntergeladen und enthält Unicode-Zeichen. Mit Exchange 2003 Service Pack 2 wird eine weitere Version, Version 4 hinzukommen. Diese wird dann weitere Verbesserungen enthalten.

Der Inhalt der Adresslisten kann über den Reiter Inhalt, wenn auf der linken Seite der Ordner OAB Version 2/3a markiert wird, eingesehen werden (Changes.oab). Es existiert immer eine vollständige Liste und dazu inkrementelle Änderungen der letzten 30 Tage. Verbindet sich ein Client länger als 30 Tage nicht mit dem Server, erfolgt ein Download der vollständigen Offline-Adressliste. Sonst wird auf die inkrementellen Änderungen zurückgegriffen und nur diese werden heruntergeladen.

Weiterhin findet ein vollständiger Download statt, wenn die Änderungen der changes.oab mehr als ein Achtel der Grösses des vollständigen Offline-Adressbuches haben (das könnte passieren, wenn Sie bei allen Benutzern die Telefonnummer oder die Abteilung ändern). Der Download wird vom Client ausgelöst, der Grenzwert für "Changes.oab" ist in der Registry anpassbar.

  • HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftExchangeExchange Provider
  • Dword "OAB Dif Divisor" eintragen
  • der Wert der hier Dezimal eingetragen werden muss stellt den Anteil dar, bei dem der Vollständige Download erfolgt.

Hinweis : Bleibt der Wert leer wird 8 angenommen. Der Standartwert ist 8 (kein Eintrag). Bei falschen bzw. zu hohen Einträgen wird 16 angenommen.

Weitere mögliche Ursachen für einen Vollständigen Download des Offline-Adressbuches:

  • Auf dem Client ist kein Offline-Adressbuch vorhanden
  • Auf dem Server fehlt ein inkrementelles Update
  • Auf dem Client fehlt ein inkrementelles Update
  • Der Download eines Updates wurde unterbrochen und OL muss den Download erneut von vorne starten
  • Der User entschließt sich, das Adressbuch manuell vollständig herunterzuladen

Hinweis : Bei der Verwendung verschiedener Profile in Outlook wird für jedes Profil ein eigenes Offline-Adressbuch heruntergeladen!

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