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Hyper-V: VLAN-ID einer VM verschwindet bei Migration und Failover

von veröffentlicht am27. Februar 2012, 06:32 Uhr Kurzlink und Zitatlink einblenden
Kategorie Kategorie: Netzwerk, Virtualisierung   Translate with Google Translate Translate EN   Die angezeigte Seite drucken

Bei einem Kunden gibt es Bedarf, einige VMs eines Hyper-V-Clusters in ein bestimmtes VLAN zu integrieren. Aus verschiedenen Gründen wurde dabei der Weg gewählt, die VLAN-ID direkt auf der Netzwerkverbindung der virtuellen Maschinen zu definieren:

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Das funktioniert auch wunderbar. Nach den abschließenden Cluster-Tests mit Live Migration aller VMs zeigte sich aber ein seltsames Phänomen: Die VLAN-IDs auf allen virtuellen Maschinen waren verschwunden. Erst nach manuellem Neueintrag konnektierten sich die VMs wieder auf das richtige VLAN. Das Ganze war auch reproduzierbar: Bei jeder Live Migration (und auch beim Failover) verschwand die VLAN-ID.

Eine Recherche im Web ergab einige Fundstellen, die sich auf Hyper-V 1.0 bezogen (also auf Windows Server 2008). Dort konnte man das Problem anscheinend beseitigen, indem man nach der Konfiguration des VLANs in der VM den Befehl zum Aktualisieren der Cluster-Konfiguration ausführte. Den gibt es aber in Hyper-V 2.0 (Windows Server 2008 R2) nicht mehr.

Das dort zugrundeliegende Problem scheint aber immer noch zu bestehen: Erzeugt man eine VM aus dem Cluster heraus (also mit dem Failovercluster-Manager) und konfiguriert danach noch einige Details direkt im Hyper-V-Manager, so übernimmt die VM die Änderungen nicht in die Cluster-Konfiguration. Das ist ausgesprochen ärgerlich, denn es gilt als Best Practice, alle Konfigurationsvorgänge über den Failovercluster-Manager vorzunehmen, wenn sie dort verfügbar sind, und nur diejenigen Konfigurationen im Hyper-V-Manager zu machen, die anders nicht zugänglich sind.

Der folgende Foren-Beitrag führte dann zur Lösung:

[Enable virtual LAN identification settings lost after Live Migration]
http://social.technet.microsoft.com/Forums/ar/virtualserver/thread/f852c85c-1986-4881-a6f5-2a112d82ccbe

Wir entfernten also die betreffenden VMs (wobei wir die Konfigurationsdetails vorher notierten und die VHD-Dateien natürlich beibehielten), erzeugten sie vollständig (also mit allen Konfigurationsdetails) im Hyper-V-Manager neu und banden sie erst danach über den Failovercluster-Manager in den Cluster ein.

Dadurch hat die VM auch im Cluster die richtige Konfiguration, und die VLAN-ID übersteht die Live Migration und das Failover. Also endlich so, wie es soll.

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