von AutorNils Kaczenski veröffentlicht am7. Februar 2010, 16:40 Uhr Kurzlink http://faq-o-matic.net/?p=2133
Kategorie Kategorie: Client-Administration,Migration,Windows
Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2010

Im Artikel zu Windows EasyTransfer habe ich eine Methode vorgestellt, mit der sich auch bei einer Domänenmigration Benutzerprofile von einem “alten” Benutzerkonto auf ein “neues” übertragen lassen. Eine andere Methode nutzt der “User Profile Wizard” von ForensiT, den es in einer “Personal Edition” kostenlos gibt:

[ForensiT Domain Migration]
http://www.forensit.com/domain-migration.html

Dieses Programm überträgt nicht, wie es EasyTransfer und USMT tun, die Daten des einen Profils auf ein anderes Profil, sondern es passt die Berechtigungen eines vorhandenen Profils so an, dass der “neue” Benutzer dieses Profil verwenden kann. Das Haupt-Szenario dieses Werkzeugs ist also tatsächlich eine Domänenmigration, in der Benutzer, Computer und eben Profile weitgehend “eins zu eins” von einer Domäne in eine andere übertragen werden.

Das Programm erfordert in der “Personal Edition” keine Installation, sondern lässt sich nach dem Entpacken einfach per Doppelklick starten. Das muss allerdings mit Administratorrechten geschehen. Als erstes fragt es dann, auf welchem Computer sich das zu bearbeitende Profil befindet.

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Der zweite Schritt identifiziert das Zielkonto: Welchem “neuen” Benutzerkonto soll das Profil zugeordnet werden? Dabei kann man per Kontrollkästchen den Zielrechner gleich in die Zieldomäne aufnehmen und das Zielkonto als Standard in das Anmeldefenster eintragen lassen. Das erleichtert dem Benutzer später die Anmeldung, weil er nur noch sein (neues) Kennwort eingeben muss.

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Erst danach fragt der Wizard nach dem Quellprofil, das er bearbeiten soll. Er zeigt alle Profile an, die er auf dem Zielrechner findet. Sollte er den Namen des Profilbesitzers nicht mehr auflösen können (weil etwa die Quelldomäne nicht mehr erreichbar ist), dann hilft meist der Dateipfad des Profils bei der korrekten Identifikation.

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Da der Wizard keine Daten kopiert, verläuft die eigentliche Migration sehr schnell. Das Werkzeug passt die Berechtigungen der Profildateien und der zugehörigen Registry-Keys an.

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Einschränkungen

Die kostenlose Personal Edition des Hilfsmittels weist einige Beschränkungen auf, die man vorab kennen sollte, um die Eignung für das geplante Szenario zu beurteilen. Es gibt auch eine kostenpflichtige Version, die für größere, unternehmensweite Migrationen gedacht und entsprechend deutlich leistungsfähiger ist. Hier ein Feature-Vergleich:

[ForensiT User Profile Wizard Feature Comparison]
http://www.forensit.com/comparison.html

Das Werkzeug als solches …

  • kopiert keine Daten, sondern passt nur Berechtigungen an.
  • eignet sich daher nicht für Migrationen von einem Rechner zum anderen, sondern dafür, einen Computer von einer Domäne in eine andere zu bringen.
  • migriert auch von “keine Domäne” nach “Domäne” oder von “Novell” nach “Windows-Domäne”.
  • belässt praktisch alle Applikationseinstellungen im funktionsfähigen Zustand, ohne dafür eigene Intelligenz zu benötigen – denn es passt ja nur Berechtigungen im Profil an, kopiert aber keinerlei Daten. (In meinem Beispiel blieben also auch die Einstellungen der Beta von Office 2010 erhalten.)
  • eignet sich für alle Windows-Versionen ab XP, aber nicht (oder nur sehr eingeschränkt) für Versions-Upgrades.

Die Personal Edition …

  • passt ausschließlich die Berechtigungen an, aber weder den Ordnernamen noch sonstige benutzerbezogene Daten im Profil.
  • eignet sich damit nur sehr begrenzt, wenn der Benutzername in der alten und der neuen Domäne nicht derselbe ist (oder wenn das Profil eines Benutzers auf einen ganz anderen Benutzer übertragen werden soll). Hier ein Beispiel: Das Profil der Quellbenutzerin “Zohar Duijx” wurde auf den Zielbenutzer “Helmut Albrecht” übertragen …
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    Die kostenpflichtige Version des Programms bietet auch die Möglichkeit, den Profilordner umzubenennen. Prinzipbedingt wird allerdings auch diese Fassung weitergehende personenbezogene Informationen nicht anpassen können.
  • bietet keine Scripting-Möglichkeit.
  • ist für die interaktive Migration auf einzelnen Rechnern geeignet.

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