Exchange lässt es nicht zu, Berechtigungen innerhalb von Mailboxen zentral zu verteilen. Obwohl dies vom Datenschutzaspekt her nachvollziehbar erscheinen mag, ist es in Unternehmensumgebungen doch sehr hinderlich: Insbesondere Lese- und Schreibrechte auf die Kalender sollen oft nach bestimmten Standards erteilt werden, um eine produktive Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Auf diese Weise bleibt im Lieferumfang von Exchange nur die Möglichkeit, alle Benutzer entsprechend zu instruieren, dass sie die Berechtigungen auf den Kalender-Ordner (oder worum es eben geht) nach den Vorgaben setzen. Erfahrungsgemäß kann dies aber Wochen dauern und zahlreiche Ermahnungen kosten. Das kleine Freeware-Tool "SetPerm" tritt an, diese Lücke zu schließen.
Unser Autor Daniel Melanchthon stellt SetPerm in seinem Blog ausführlich vor – sogar mit einem kurzen Video zur Bedienung. Aus diesem Grund spare ich mir hier eine nähere Beschreibung und setze auch keine Screenshots. Ich möchte aber ein paar Anmerkungen hinzufügen:
- SetPerm mangelt es an Stabilität. Im produktiven Einsatz (Erteilen von Rechten auf ca. 50 Mailboxen) ist es mehrfach abgestürzt.
- Die Bedienung hat ihre Tücken. Nach jedem Durchlauf (jedesmal kann nur eine einzige Berechtigungsstufe hinzugefügt werden) müssen die Optionen neu gesetzt werden.
- Berechtigungen können nur hinzugefügt, aber nicht entzogen werden.
- Es gibt kein Reporting – ob die Vergabe geklappt hat und wer denn nun tatsächlich welche Rechte hat, kann man nicht nachvollziehen.
Damit dürfte sich SetPerm (leider) nur für überschaubare Umgebungen und Ansprüche eignen. Da es jedoch (unserer Kenntnis nach) das einzige kostenfreie Tool ist, das diese Aufgabe angeht, verdient es auf jeden Fall einen Blick.
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