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Costa: IP-Daten von Windows-Rechnern sammeln

von veröffentlicht am14. Januar 2015, 06:39 Uhr Kurzlink und Zitatlink einblenden
Kategorie Kategorie: Dokumentation, VBScript, Windows   Translate with Microsoft Translator Translate EN   Die angezeigte Seite drucken

Das kleine Skript Costa.vbs fragt per WMI von Windows-Rechnern die wichtigsten IP-Konfigurationsdaten und einige weitere Grundinformationen ab und gibt diese in einer CSV-Datei aus. Eine solche Übersicht kann man für allerlei Dokumentations- und Konfigurationszwecke gut brauchen. Neben der Netzwerkkonfiguration und der Angabe des Betriebssystems führt Costa auch eine (sehr simple) Prüfung aus, ob es sich bei dem abgefragten System um eine Virtuelle Maschine (VM) handelt.

Man kann das Skript remote andere Rechner abfragen lassen. Es benötigt dann Administratorrechte auf den jeweiligen Zielsystemen. Alternativ ruft man das Skript ohne einen Rechnernamen auf, dann liest es denn jeweiligen lokalen Rechner aus – das benötigt keine Adminrechte, sondern kann von einem normalen User ausgeführt werden. Dieser Modus ist interessant, um die Datensammlung etwa per Logonskript zu automatisieren.

Falls ein Rechner mehrere Netzwerkkarten oder mehrere IP-Adressen, DNS-Server usw. hat, enthalten die jeweiligen Felder (IP-Adresse, Subnet usw.) für jedes Element einen Eintrag. Die Werte gehören dann zueinander: Die erste IP-Adresse zum ersten Subnet usw. Solche Einträge sind durch Komma separiert, während die Felder der CSV-Datei per Semikolon voneinander getrennt sind.

Costa gibt seine Informationen auf der Kommandozeile aus. Üblicherweise will man die Daten in einer Datei (oder mehreren) sammeln, daher empfiehlt sich eine Umleitung der Ausgabe über den Kommandoaufruf.

Syntax:

cscript //nologo costa.vbs [/header:no] [RemoteComputerName]>>FileName.txt

Dabei bedeuten die Platzhalter Folgendes:

  • /header:no – unterdrückt die Ausgabe der CSV-Spaltenüberschriften. Meist wird man den ersten Rechner ohne diesen Schalter auslesen und bei allen weiteren Rechnern, deren Daten in derselben Datei laufen sollen, den Schalter angeben. So hat die erzeugte CSV-Datei nur einmal ganz am Anfang die Spaltenüberschriften.
  • RemoteComputerName – Angabe eines Computers, der ausgelesen werden soll. Gibt man einen Remoterechner an, so braucht man dort lokale Adminrechte.
  • FileName.txt – Umleitung der Ausgabe in eine Textdatei. Die Angabe kann auch einen vollständigen Pfad umfassen.

Beispiel:

cscript //nologo costa.vbs

gibt die IP- und Basisinformationen des lokalen Rechners auf der Kommandozeile aus, dabei erscheint zunächst eine Zeile mit den Überschriften.

cscript //nologo costa.vbs DC01>IP-Adressen.txt

gibt die Daten für DC01 in die Datei IP-Adressen.txt aus, ebenfalls mit Überschriften.

cscript //nologo costa.vbs /header:no DC02>>IP-Adressen.txt

hängt die Daten von DC02 ohne Überschriften an die Datei IP-Adressen.txt an.

Beispiel einer erzeugten CSV-Datei:

Computer Name;Domain;VM;OS;Service Pack;NIC Adapter Name;MAC Address;DHCP Enabled;IP Addresses;Subnets;DNS Servers;Gateway;RAM;DC;Collect Date
WSTP-HV;zehn.faq-o-matic.net;VM;Microsoft Windows Server Technical Preview;0;[00000002] Intel(R) PRO/1000 MT Network Connection;00:0C:29:1C:EF:4A;False;192.168.142.11, fe80::5095:cf61:1cf5:de53;255.255.255.0, 64;192.168.142.2;192.168.142.10;8;;29.12.2014 11:22:43
WIN-2KGQ3CL6U3E;WORKGROUP;VM;Microsoft Windows Server Technical Preview;0;[00000001] Microsoft Hyper-V Network Adapter, [00000006] Microsoft Hyper-V Network Adapter, [00000008] Microsoft Hyper-V Network Adapter;00:15:5D:8E:8A:00, 00:15:5D:8E:8A:04, 00:15:5D:8E:8A:05;True, True, True;192.168.216.139, fe80::1c5:c4f4:fbe8:d7d9, 169.254.103.102, fe80::547d:4558:f244:6766, 169.254.158.128, fe80::c8b4:a0b7:b424:9e80;255.255.255.0, 64, 255.255.0.0, 64, 255.255.0.0, 64;No Gateway, No Gateway, No Gateway;192.168.216.1, No DNS Servers, No DNS Servers;1;;29.12.2014 11:22:34

Hier der Download des Skripts:

Download: Costa: IP-Informationen von Windows-Rechnern in CSV ausgeben  Costa: IP-Informationen von Windows-Rechnern in CSV ausgeben (2,2 KiB, 721 Downloads, letzte änderung am 29. Dezember 2014)

Empfehlung: Für die Datensammlung mehrerer Systeme auf einmal bietet es sich an, zunächst eine Liste der abzufragenden Rechner in Excel zu erzeugen. Mit dem Verfahren aus dem folgenden Artikel kann man dann schnell ein Batch bauen, das für jeden dieser Rechner einmal Costa.vbs aufruft und die Daten in einer Datei sammelt. Den ersten Aufruf macht man dann mit Überschriften, bei allen folgenden hängt man den Schalter /header:no mit an.

[Excel: Admins unbekannter Liebling | faq-o-matic.net]
http://www.faq-o-matic.net/2008/01/19/excel-admins-unbekannter-liebling/

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